Bon Iver sagt: „The best band I’ve ever heard.“ Poliça spielt am 04.06. in Berlin / weitere Termine im Juli

Erst jüngst hatten wir an dieser Stelle berichtet, dass Justin Vernon Poliça für „the best band I’ve ever heard“ hält und dass das Quartett aus Minneapolis im Juni ihr Album „Give You The Ghost“ erstmals live in Deutschland präsentieren werden. Inzwischen hat Vernon bekannt gegeben, dass Poliça seine Gruppe Bon Iver als Support-Act begleiten wird. Wir wiederum freuen uns darüber, dass Produzent Ryan Olson und die faszinierende Sängerin Channy Leaneagh, die Masterminds hinter der gefeierten Neuentdeckung, drei weitere Termine in Deutschland bestätigt haben.   Entstanden im Gayngs-Umfeld begeistert Poliça allerorten mit dem cleveren „electronic pop-soul outfit“, das sich durch die elf Songs der Platte zieht und den Schnittpunkt zwischen Pop und digitalisiertem R&B neu definiert. Bemerkenswert wie zart, roh und emotionsgeladen Leanaghs Stimme trotz der synthetischen und bewussten Entfremdung mit Auto-Tune die Songs dominiert und trägt. Hier wird mit technischer Hilfe ein ätherischer Schwanengesang erzeugt, der für sich spricht und der sein gewagtes, aber wunderschönes Spiel spielt mit dem Rest der Band. Die ungewöhnlichen zwei Schlagzeuger treiben den Rhythmus – zusammen mit dem mäandernden Bass – voran und sorgen für eine perkussive Vielfalt. Poliça spielt einzigartigen Pop, der live ein ungewöhnlich dichtes Hörerlebnis verspricht.

Poliça live
04.06.2012 Berlin Magnet
02.07.2012 Frankfurt Zoom
05.07.2012 Heidelberg Karlstorbahnhof
06.07.2012 München Atomic Cafe

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State Radio starten Tour am 23.05.

Das erste Stück, das es vom neuen und noch nicht betitelten Album von State Radio zu hören gibt, ist „Roadway Broken“. Kann man sich gratis herunterladen und anhören. Wenn man aber ein echter Fan der Band ist, zahlt man natürlich den geforderten Dollar, der dem Partners In Health – Stand With Haiti Fund zugute kommt. State Radio haben immer noch zwei Ansprüche an sich selbst: Erstens gute Musik zu machen, auf Platte, auf Tour, auf Konzerten und Festivals, vor wenigen und vielen Zuhörern. Zweitens den sozialen Ausgleich zwischen der Ersten und der Dritten Welt nicht vergessen. Das gilt natürlich auch für Dispatch, die alte und immer noch aktuelle Band von Frontman Chad Urmston (die übrigens im März auf Tour waren. Schade für Euch!). Aber ganz besonders gilt es für State Radio. Man denke nur an das Stück „Camilo“ für einen US-Soldaten, der sich weigerte, weiterhin im Irak Dienst zu tun und zu neun Monaten Haft verurteilt wurde, oder das Lied „Sudan“, gesungen aus der Perspektive eines Kindes aus Darfur. Diese Reihe setzt sich mit „Roadway Broken“ fort, erzählt das Stück doch die Geschichte einer Mutter, die nach dem großen Erdbeben für ihre Kinder etwas zu essen sucht. Das Beben ist zwei Jahre her und ist aus den Medien natürlich längst verschwunden. Aber nicht aus den Köpfen von Urmston und seinen Kollegen. Mit ihrer bewährten Mischung aus Rock, Punk und Reggae machen sie weiter und immer weiter auf das Unrecht (und das Recht) auf dieser Welt aufmerksam. Und sie tun das grooviger und musikalisch ausgefuchster denn je. Was könnte wohl schöner sein für uns und diese Welt.

State Radio live
23.05.2012 München Backstage Halle
26.05.2012 Frankfurt Batschkapp
27.05.2012 Bochum Zeche
29.05.2012 Hamburg Knust
30.05.2012 Berlin Lido
31.05.2012 Köln Gloria

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Billy Bragg – Tourstart der britischen Legende am 17.05.

Was ist nicht alles passiert seit 1983, als Billy Braggs erste Platte „Life’s A Riot with Spy Vs Spy“ (mit denkwürdigen 16 Minuten Spielzeit bei ungewöhnlichen 45 Umdrehungen pro Minute) auf den Markt kam. Helmut Kohl war gerade Bundeskanzler geworden und Michail Gorbatschow war noch lange nicht Generalsekretär der KPdSU. Aber Bragg ist sich seit damals treu geblieben. Er ist immer noch Sozialist. Er tritt immer noch auf die Bühne, um seine politischen Ansichten zu vertreten. Er prangert immer noch die gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten an. Er findet Krieg noch immer das Nutzloseste auf dieser Welt, und natürlich hielt er eher zu Gorbatschow als zu Kohl. Und eben so selbstverständlich, wie er sich in den 80ern mit den Bergarbeiterstreik und gegen die Wirtschaftspolitik von Margaret Thatcher soldarisierte, nimmt er heute Anteil an der Occupy-Bewegung. Aber Bragg sagt im Interview auch: „I’m not a political songwriter. I’m an honest songwriter. I try and write honestly about what I see around me now.“ Und das stimmt in jeder Hinsicht: Bis heute hat Bragg so viele herrliche Lieder über die Liebe gesungen. Von „New England“ und „The Milkman of Human Kindness“ aus dem ersten Album bis zu „Something Happened“ und „I Nearly Killed You“ aus dem letzten Studioalbum „Mr Love & Justice“ gibt es nur wenige Songwriter, die derart reflektiert und dabei doch einfach über das wichtigste im Leben berichtet haben. Billy Bragg ist ein Monument britischer Musikgeschichte. Allein seine Interpretation von Woody Guthries unveröffentlichten Stücken zusammen mit Wilco reicht aus, ihm einen Platz unter den Legenden zu sichern. Da passt es ganz gut, dass er einen Monat vor seiner Deutschland-Tour zusammen mit Frank Turner in der Wembley Arena auftrat. Freuen wir uns darauf, dass Billy Bragg zu uns kommt, um seine Karriere über die letzten 30 Jahre auf Bühne noch einmal Revue passieren zu lassen.

Billy Bragg live
17.05.2012 Berlin Heimathafen Support: Ghost of a Chance solo
18.05.2012 Hamburg Fabrik Support: Hello Piedpiper
19.05.2012 Hannover Faust Support: Hello Piedpiper
20.05.2012 Wiesbaden Ringkirche Support: Anais Mitchell
22.05.2012 Bochum Support: Anais Mitchell
27.05.2012 Schorndorf Manufaktur
28.05.2012 München Ampere Support: Jason Serious

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http://www.billybragg.co.uk/

Der NME nannte sie eine der besten Bands 2011: DZ DEATHRAYS. Ab Ende Mai auf Tour!

Ihre Auftritte bei SXSW waren riesige Erfolge und rückten sie in die Riege der Top 40 Must-hear-Bands. Sie tourten bereits mit Bands wie Cerebral Ballzy, Crystal Castles, Biffy Clyro oder The Temper Trap. Achter Platz der besten Bands 2011 beim NME. “Track of the day im Q Magazine”. Was genau macht Shane Parsons und Simon Ridley, das Duo, aus dem DZ Deathrays besteht, derart erfolgreich? Wie schaffen die beiden Australier es, derartige Walls of Sound aufzubauen? Ganz einfach: Kraft und Macht und Chaos. Ihre Einflüsse von Death From Above 1979 über The Bronx und Justice, bis hin zu Lightning Bolt haben sie mit Munition versorgt, jetzt feuern sie ihre Beats über eine Gitarrenlawine und klingen wie ein Schwadron von angreifenden Panzern. Das haben DZ Deathrays bislang auf zwei EPs unter Beweis gestellt mit den schönen Titeln „DZ Ruined My Life“ und „Brutal Tapes“. Das ist purer Punk und Thrash und Glam, was da aus den Lautsprechern perlt. Das passt auch irgendwie zur Geschichte von Parsons und Ridley, die eigentlich nur bei Partys vor einem Haufen Trunkenbolde auftreten und dabei so viel Krach wie möglich machen wollten. Doch der perfekte Wille zur musikalischen Imperfektion, die Art und Weise, Sound mit Krach mit Melodie mit Wucht zu kombinieren, ist ziemlich einzigartig. Die Partys von damals sind zu Konzerten geworden, der Geruch von Schweiß und Alkohol hängt immer noch im Raum, das Stroboskop verstärkt den Effekt von Chaos und Gemetzel. Obwohl sie nur zu zweit sind, sind die Liveshows von DZ Deathrays gewaltig, die letzte Bastion für Independent und ein Erlebnis für alle Sinne.

DZ Deathrays live
31.05.2012 Münster Gleis 22
01.06.2012 Berlin Comet
02.06.2012 Hamburg Motorbooty Live! @ Molotow
04.06.2012 München Atomic Café
05.06.2012 Köln Sonic Ballroom

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http://dzdeathrays.com/

http://dzdeathrays.tumblr.com/

Die Antwoord kommen im Juni

Als Die Antwoord erstmals 2010 in Deutschland auf der Bildfläche erschien, rief die Band bei vielen erst einmal ein großes Fragezeichen hervor. Denn das was Ninja Yo-Landi Vi$$er und DJ Hi-Tek auf ihrem Debüt „$o$“ präsentierten war eine irre Mischung aus Rap, Drum’n’Bass und Electro, gepaart mit Texten in Englisch und Afrikaans, die die aus Südafrika stammende Band selbst kurz als Zef bezeichnet. Für Aufsehen sorgte und sorgt die Band jedoch nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch  mit ihrem Aussehen. Frontmann Ninja mit seinem Bürstenhaarschnitt und den Tattoos auf dem drahtigen Körper, mutet nicht nur im Video zu „Rich Bitch“ irgendwie zuhältermäßig an. Yo-Landi mit ihrer platinblonden asymmetrischen Frisur, wirkt hingegen wie eine wunderschönes Wesen von einem anderen Stern. Im Februar dieses Jahres legte die Band aus Kapstadt mit „TEN$ION“ ihr zweites Album vor. Nicht weniger wahnsinnig und aufregender als das Erste und darum auch nicht weniger polarisierend als ihr Debüt. Im Juni kommt die krude Combo für drei Shows nach Köln und Berlin. Wer Antworten sucht ist hier falsch, wer den Wahnsinn liebt, dafür goldrichtig.

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http://www.dieantwoord.com

Die Antwoord live
Di 19.Juni – Berlin, Berghain
Einlass: 20:00, Beginn: 21:00
Ausverkauft! Achtung! Einlass ab 18 Jahren!
Mi 20.Juni – Berlin, Berghain
Einlass: 20:00, Beginn: 21:00
Ausverkauft! Achtung! Einlass ab 18 Jahren!
Do 21.Juni – Köln, Essigfabrik
Einlass: 20:00; Beginn: 21:00;
VVK 18,00 € zzgl. Gebühren